Irland, im westlichsten Teil Europas hat neben spektakulären Landschaften, einer spannenden Vergangenheit und 8 Millionen Schafen eine einzigartig wunderbare Kultur zu bieten. Traditionen und Werte werden von den 6.378.000 Einwohnern Irlands mit Stolz aufrecht erhalten. Vor neun Monaten habe ich mich für mein Masterstudium auf den Weg nach Irland begeben und genieße seit dem das Leben auf der grünen Insel.

P1010450Schafe gehören einfach dazu

Irland ist ein kulturell so vielfältiges Land, dass es jeden Tag etwas Neues zu entdecken gibt. Ich habe Kulturwissenschaften im Bachelor studiert und habe schon immer Gefallen daran gefunden die kleinen Unterschiede, die jedes Land zu etwas Besonderem machen, zu entdecken. Seit September 2014 studiere ich nun den Master in „Radio & Television Production“ in Maynooth, einem kleinen Dorf ca. 20 km westlich von Dublin gelegen. Dublin mit 527.612 Einwohnern ist die Hauptstadt Irlands und liegt in der Grafschaft (County) Dublin. Insgesamt ist Irland in 32 Grafschaften aufgeteilt, welche mit den 16 Bundesländern in Deutschland verglichen werden können. Cork im Süden ist mit 119.230 die zweitgrößte Stadt, jedoch im Vergleich zu Dublin ein ganzes Stück kleiner. Dublin ist eine geschäftige Stadt, in der Woche und auch an den Wochenenden, wenn Touristen aus aller Welt durch die Straßen wuseln und sich mit den verschiedenen Sehenswürdigkeiten ablichten lassen. Aus historischer Perspektive ist Dublin ein Ort von großer Bedeutung. Ich muss gestehen, dass ich vor meiner Ankunft nicht allzu viel Wissen über die irische Geschichte hatte, sich dies mit der Zeit und meinem Studium aber schnell geändert hat. Die Iren sind ein unglaublich traditionsbewusstes Völkchen und sehr stolz auf ihre Vergangenheit, insbesondere auf ihre Unabhängigkeit. Bis zum Jahre 1921 stand Irland unter britischer Flagge. Dies änderte sich mit dem Unabhängigkeitskrieg, welcher von Januar 1919 bis Juli 1921 andauerte. Dieser Krieg wurde von der Irischen Republikanischen Armee, der IRA, angeführt. Einer der bekanntesten irischen Freiheitskämpfer ist Michael Collins, welcher einen bedeutenden Beitrag zur Unabhängigkeit Irlands und der Unterzeichnung des Anglo-irischen Vertrages am 6. Dezember 1921 geleistet hat. Michael Collins wurde am 22. August 1922 von IRA Vertragsgegnern getötet, welche als neue IRA bezeichnet werden und gegen die Unterzeichnung und Durchführung des Vertrages kämpften.

Commander_Michael_CollinsMichael Collins (Quelle: Wikipedia)

Eines der Hauptprobleme des Vertrages war die Teilung Irlands, wobei der Norden ein Teil des Vereinigten Königreichs und somit unter britischer Flagge blieb. Sechs der 32 Grafschaften Irlands gehören zu Nordirland und blieben und gehören auch heute noch dem Vereinten Britischen Königreich zugehörig. Aus diesen Streitigkeiten entwickelte sich der irische Bürgerkrieg, welcher bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts andauerte und in dem die neue Ira für ein gesamtes Irland kämpfe. Wenn man heutzutage durch Dublin schlendert kann man die Überreste des Unabhängigkeitskrieges entdecken. Einer der wichtigsten Kämpfe des Krieges, der Osteraufstand (Easter Rising) in Dublin, fand im Jahre 1916 statt und wird als Wendepunkt in der Geschichte Irlands gesehen. Die Einschüsse des Kampfes sind unter anderem in den Säulen des Postamtes (GPO) und der Statue von Daniel O’Connell in der O’Connell Street zu finden. Zudem lassen sich viele Straßen, Pubs sowie Plätze mit berühmten Unabhängigkeitskämpfern in Verbindung bringen – darunter fallen unter anderem die Con Colbert Road, die Pearse oder Connolly Station. Was mich wirklich immer wieder total überrascht ist, wie nah das alles liegt und vor allem der Bürgerkrieg in Nordirland ist erst seit 1997 vorüber, als die IRA, die bis jetzt letzte Waffenruhe unterzeichnete.

gpoDas GPO in Dublin inkl. Einschusslöcher

Religion war ein weiterer Aspekt, der den Friedensprozess verlangsamt hat. Übrigens, Nordirland ist weitgehend protestantisch. Der Süden Irlands im Gegensatz ist vom Katholizismus und dessen Normen und Werten geprägt. Die katholische Kirche hatte in der Geschichte Irlands einen großen Einfluss, welcher jedoch langsam mit Einzug der Moderne nachlässt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Das Einnehmen der Pille ist erst seit 1978 erlaubt, Homosexualität ist legalisiert seit 1993 und Abtreibung ist in Irland unter starken Regeln erst seit 2014 legalisiert. Ganz im Gegensatz dazu ist Irland jedoch das erste Land, das die Ehe heterosexueller und homosexueller Paare gleichgestellt hat. Das Referendum hierzu fand im Mai 2015 statt.

Was mich von Anfang an speziell in den Straßen Dublins beeindruckt hat, ist der Mut der Iren die Straße selbst bei stärkstem Verkehr bei Rot zu überqueren. Hieran kann man übrigens die Touristen erkennen, welche meistens auf das grüne Ampelmännchen warten bevor sie einen Fuß auf die Straße setzen. Dazu gehöre ich zum größten Teil auch. Bei meinem letzten Besuch konnte ich beobachten, dass jedoch nicht nur die Fußgänger die Farbe der Ampel ignorieren, sondern auch die größtenteils doppelstöckigen Busse. Dies endete dann letztendlich damit, dass zwei Busse quer auf der Straße standen und sich die Fußgänger, ihre Grünphase nicht nehmen lassend, durch noch bestehende Lücken quetschten.

20150610_091523[1]St. Patricks College Maynooth

In Maynooth ist es im Gegensatz zu Dublin relativ ruhig, der Alltag ist zum größten Teil von der Uni und dessen Studenten geprägt. Da die Lebensunterhaltungskosten, sowie Mietkosten in Irland relativ hoch sind, bin ich nicht nach Dublin oder Maynooth, sondern etwas außerhalb in ein kleines typisch irisches Dörfchen mit 6.893 Einwohnern gezogen. In diesem Dörfchen gibt es einen Supermarkt, erstaunlich viele Frisöre (inkl. dem höchsten Barbershoppfahl Irlands: für diejenigen, die sich darunter jetzt nichts vorstellen können, stellt euch einfach eine gigantische rot-weiß gestreifte Zuckerstange vor) und natürlich, wie in jedem auch noch so kleinen irischen Dorf, eine gewisse Anzahl an Pubs.

Für mich sind Pubs wie ein ausgelagertes Wohnzimmer in denen man gut und gerne ein paar Stündchen vor dem Feuer mit einem Pint (568 ml) Guinness oder in meinem Fall Smithwicks verbringen kann. Guinness ist das wohl bekannteste irische Bier oder Stout, welches in Dublin gebraut und weltweit importiert wird. Die Guinnessbrauerei in Dublin ist natürlich für Besucher geöffnet und vor allem einen Besuch wert, da man am Ende der Tour sein selbstgezapftes Pint mit 360° Sicht auf Dublin in der Gravity Bar genießen kann. Smithwicks wird in Kilkenny gebraut und ist ein Red Ale. Neben dem berühmtem Pint, ist Tee ein weiteres beliebtes Getränk in Irland. Mit 3,2 kg im Jahr stehen die Iren an dritter Stelle nach der Türkei und den Philippinen.

IMG_9613Pubs in Kilkenny

Aber nun zurück in mein Dörfchen. Jeden Sonntag wird dieses von dutzenden Radfahrern heimgesucht, die mit einer Tasse Tee oder Kaffee pausieren und auf ihr Überleben anzustoßen scheinen. Wie man es sich vorstellt, sind vor allem die irischen Landstraßen schmal und gewunden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist im Durschnitt 80 – 100 km/h und vor allem an den Wochenenden sind große Gruppen an lebensmüden Rennradfahrern, Autos, LKWs und Traktoren zu gleichermaßen unterwegs. In manchen Gegenden kann man natürlich auch das ein oder andere Schaf über die Fahrbahn trotten sehen.
Dublin, 33km entfernt gelegen, ist mit Bus oder Bahn relativ gut zu erreichen. Beinahe jedes Dorf ist mit dem Bus zu erreichen, allerdings kann man den Transport nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Wie oft stand ich schon im Regen und habe auf meinen mal wieder verspäteten Bus gewartet. Was mich immer wieder verwundert ist, dass es in einem Land mit 143 Regentagen im Jahr kaum Unterstände gibt.

066Schnee in Kilcock

Das irische Wetter ist wirklich eine Sache für sich. Das Wetter kann sich innerhalb weniger Minuten ändern. Im Januar war es besonders wild. Auf Hagel folgte Sonnenschein und nur eine Stunde später waren die Straßen von einer Schneeschicht bedeckt. Da das Klima in Irland milder ist als in Deutschland (Durchschnittstemperatur 10°C) habe ich besonders am Anfang durchgehend gefroren. Die Winter sind zwar etwas wärmer (Tiefsttemperatur: ca. 3°C), dafür wird es im Sommer einfach nicht richtig warm (Höchsttemperatur: ca. 19°C). Zudem weht die meiste Zeit ein kühler, zum Teil kalter Wind. Die Iren scheinen jedoch abgehärtet zu sein und ich habe mich schon öfters gewundert, wie sie in Sandalen und mit dünnem Jäckchen herumlaufen können, während ich nach dem Überziehen des vierten Tops wie ein Michelinmännchen aussehe und trotzdem noch friere.

Neben dem Wetter, zeichnet sich Irland durch eine weitere Besonderheit aus, die Sprache. Klar, größtenteils wird in Irland Englisch gesprochen, jedoch ist die zweite Landessprache Gälisch. Schilder im Allgemeinen sind in Irland immer zweisprachig beschriftet und es gibt sogar Regionen in Irland, in denen nur gälisch gesprochen wird. Diese Regionen werden zusammenfassend als „Gaeltacht“ bezeichnet und befinden sind im Westen des Landes, unter anderem in Connemara, Dingle oder Donegal im Nordwesten. Ich habe für die letzten sechs Monate einen Irischkurs besucht und musste feststellen, dass Gälisch mit keiner mir bekannten Sprache zu vergleichen ist. Die Aussprache ist eine Herausforderung, ganz zu schweigen von der Grammatik.

DSCN5568Schild in Englisch und Gälisch (Cliffs of Moher)

Neben dem Erlernen der Sprache, versuche ich mich auch anderweitig an das Leben und den Alltag in Irland anzupassen. Eine große Besonderheit ist die Spendenbereitschaft der Iren. Laut dem World Giving Index ist Irland tatsächlich auf dem zweiten Rang der wohltätigsten Länder weltweit und auf dem ersten Rang in Europa. Spendenaktionen gehören zum Alltag. Ich selber habe Anfang Juni 2015 an einem Spendenlauf in Dublin teilgenommen und habe Spenden für das Donkey Sanctuary in Cork gesammelt, einem Tierheim für Esel. Der VHI Women´s Mini Marathon ist der weltweit größte Lauf für lediglich weibliche Teilnehmer und existiert seit dem Jahr 1983. Dieses Jahr haben 37.000 Frauen an dem Lauf teilgenommen. Gelaufen wurde für 200 unterschiedliche Organisationen.

Ich denke, dass die Spendenbereitschaft der Iren beeindruckend ist, vor allem in Anbetracht der finanziellen Vergangenheit des Landes. Die Jahre von 1995 bis 2007 werden als die Jahre des „Keltischen Tigers“ bezeichnet. Eine Zeit, in der die Wirtschaft Irlands durch ökonomisches Wachstum gekennzeichnet war. Mit Ausbruch der Weltfinanzkrise und der darauffolgenden Eurokrise, änderte sich die Wirtschaftslage in Irland jedoch drastisch. Die Folgen sind noch heute zu sehen. Im letzten Jahr habe ich eine Tour durch Connemara im Westen des Landes gemacht und bin durch mehrere Siedlungen gefahren, die lediglich aus halb fertig gestellten Häusern bestanden. Diese Häuser wurden während der Boomjahre bis 2007 gebaut. Immobilienpreise während der Finanzkrise fielen jedoch so drastisch, dass viele Haushalte überschuldet waren und die Häuser als unbeendete Projekte in der Landschaft stehen blieben.

Diese relative harte Phase hat den Iren jedoch nicht ihre Lebensfreude genommen. Die Iren sind ganz im Gegenteil ein überaus freundliches Völkchen. Zudem sind sie super kontaktfreudig und besonders große Fans des Smalltalks. Eine Eigenschaft mit der ich am Anfang so meine Probleme hatte. Mit der Zeit wird es aber fast zu Gewohnheit mit der Kassiererin im Supermarkt, dem Sitznachbarn im Bus oder dem Busfahrer selbst einen kleinen Plausch zu halten.

In Irland kennt übrigens jeder jeden. Irland ist im Gegensatz zu Deutschland recht klein. Bei einer Fläche von 84.421 km kann es schon passieren, dass man sich öfter über den Weg läuft. Etwas was alle Iren verbindet, ist der Sport. In Irland wird aber weniger Fußball gespielt, sondern Hurling und Gaelic Football, zwei Sportarten, die sich komplett von den uns bekannten Sportarten unterscheiden. Das markanteste Merkmal im Hurling ist der sogenannte Hurley, eine Art „Stock“ mit dem ein kleiner Ball „Sliotar“ (ähnlich einem Baseball) mit bis zu 150 km/h über das Spielfeld befördert werden kann. Das Highlight jeden Jahres ist das Championship Finale, welches in Dublin stattfindet. Im Croke Park, dem drittgrößten Stadion in Europa, treffen sich jeden September 82.300 sportverrückte Iren und etliche mehr vor dem heimischen Fernseher oder im Pub um das Spiel zu verfolgen.

Wohnung (2)Fans auf dem Weg zum Championship Finale in Croke Park (hinten im Bild)

Eine Sache, die man in Irland gelehrt wird ist Gelassenheit. Nur ein Beispiel: während in Deutschland die meisten beim Öffnen der Bustüren übereinander klettern und drängeln, wird in Irland eine Schlange gebildet und jeder betritt den Bus nach und nach. Eine Sache, die mich jedoch an meine Grenzen in Sachen Gelassenheit gebracht hat, war die Installation des Internetanschlusses. Man würde denken, dass diese innerhalb weniger Wochen abzuwickeln sei, ich wurde jedoch das Gegenteil gelehrt. Die erste Firma mit der ich mich in Kontakt setzte, konnte leider nicht in mein kleines Dörfchen liefern. Das kann leider passieren, wenn man etwas außerhalb lebt. Der zweite Anbieter stellte erst nach mehreren Monaten und Anrufen meinerseits heraus, dass die Wohnung noch keinen Telefonanschluss hat und somit kein Internet installiert werden kann. Die letzte Möglichkeit war „Eircom“, der größte Telekommunikationsanbieter Irlands. Nach zwei verpassten Terminen mit dem Techniker bzw. einer Absage des selbigen, trudelte nach sechs Monaten erst der Telefonanschluss und im Anschluss endlich auch der Internetanschluss ein. Dies hat mich gelehrt, dass manche Dinge in Irland etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen und ich mich in Geduld üben muss. Das nehme ich aber gerne in Kauf, da Irland doch so viele tolle Dinge zu bieten hat. Hierzu gehört die Landschaft!

Ich hatte im letzten Jahr das Glück mehrere Orte und Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Drei meiner Favoriten möchte ich am Ende noch nennen: Newgrange in Co. Meath, die Wicklow Mountains und Howth im Süden Dublins.

Newgrange

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Newgrange ist ein jungendsteinzeitliches Hügelgrab in der Grafschaft Meath. Es ist älter als die Pyramiden in Ägypten – das Ganze wurde ca. 3150 v. Chr. erbaut. Die Besichtigung findet unter Führung statt. Man fängt im Besucherzentrum an, wo es ein kleines Museum gibt, welches die Geschichte von Newgrange, aber auch den Siedlern, die dieses erbaut haben, erzählt. Anschließend wird man in einem Bus zum Grabhügel gefahren. Wir wurden von einer sehr netten, älteren Dame herumgeführt, die die Geschichte Newgrange´s mit so viel Begeisterung erzählt hat, dass man ganz gefangen genommen war. Das Besondere an Newgrange ist der Aufbau. Der Grabhügel wird lediglich durch Steine, etwas Erde und die Schwerkraft aufrecht gehalten. Der Grabhügel, den man heute sehen kann, ist allerdings eine Rekonstruktion. Grabräuber und Touristen hatten zuvor immer wieder Steine und andere „Schätze“ aus Newgrange gestohlen und so musste der Hügel, bevor er für Touristen geöffnet wurde, durch Stützbalken und kleinere Steine fixiert werden. 1993 wurden Newgrange sowie zwei weitere Anlagen (Knowth und Dowth) zum Weltkulturerbe erklärt. Der Eingang von Newgrange ist so ausgerichtet, dass jedes Jahr zur Wintersonnenwende ein Lichtstrahl auf den Eingang trifft und bis in die Mitte der Grabanlage dringt.

Wicklow Mountains und Glendalough

P1010632Der Upper Lake in Glendalough

Die Wicklow Mountains bilden das größte Gebirge in Irland, der höchste Punkt liegt in 925 Metern. Glendalough liegt in den Wicklow Mountains und ist bekannt für seine Klostersiedlung und den Rundturm, welchen man auf jeder Touristenbroschüre sieht. Dieser wurde im Jahre 1066 erbaut. Der Turm an sich ist jedoch nicht allzu spektakulär. Mich begeistert vielmehr die umliegende Landschaft, ins Besondere der “Upper Lake”. Zudem gibt es eine große Anzahl an Wanderwegen, die in die Berge, vorbei an Ruinen und Wasserfällen führen und wunderschöne Aussichten bieten. Der Wicklow Gap ist nur einige Fahrminuten von Glendalough entfernt und bietet, natürlich nur wenn das Wetter mitspielt, eine wunderschöne Sicht auf das Tal. Bis jetzt war ich drei Mal zu verschiedenen Jahreszeiten in den Wicklow Mountains und jedes Mal war es auf seine ganz eigene Weise etwas Besonderes. Wer an Filmen interessiert ist, kann dem Braveheart Drive folgen, welcher auch durch das kleine Städtchen „Hollywood“ führt. Wie im amerikanischen Vorbild, gibt es auch im irischen Hollywood einen Schriftzug, der am Hügel aufgestellt wurde.

Howth

DSCN6469Blick auf Howth Harbour (Irelands Eye im Hintergrund)

Howth ist eine Halbinsel und Vorort im Süden Irlands und mit dem Dart (der Bahn) in nur 20 Minuten von der Innenstadt zu erreichen. Ich mag Howth besonders, da es einfach zu erreichen ist, nah an der Stadt liegt und doch so weit entfernt von allem scheint. Es gibt Pubs, einen Hafen, einen Markt und verschiedene Wanderwege, welche um die Halbinsel herum führe. Zudem liegt die Insel „Irelands Eye“ vor Howth und ist bei gutem Wetter mit dem Boot zu erreichen, bei weniger gutem Wetter kann die Insel lediglich umrundet werden. Die Insel selber hat nur 239 km², die Umrundung dauerte ca. 40 Minuten. Wenn man Glück hat, kann man auf dem Weg sogar die eine oder andere Robbe sehen.

Ich könnte noch ewig weiterschreiben, von mehr wunderschönen Plätzen und Orten berichten. Die Geschichte Irlands ist unglaublich interessant und es gibt noch etliche Unterschiede zu dem Leben in Deutschland, die mir während der letzten Monate aufgefallen sind. Vielleicht wäre es besser wenn ihr euch selber ein Bild macht und vielleicht geht es ja im nächsten Urlaub ins Land der Schafe, des Guinness und grünen Wiesen.