Dieses Jahr ist das Wandern definitiv zu kurz gekommen bzw. haben wir nur eine paar kleinere Wanderungen in und außerhalb Dublins unternommen. Um dem Blog mal wieder etwas Leben einzuhauchen und meine Wanderlust wieder zu erwecken, werde ich versuchen in den nächsten Wochen die Kategorie ‘Wandern in Irland’ etwas aufzufüllen. Den Anfang macht die Wanderung zum Lough Dan in den Wicklow Mountains. Im Mai haben wir Freunde in Wicklow besucht. Die Beiden wohnen in der Nähe von Blessington und haben die Wicklow Mountains wortwörtlich vor der Haustür.

Lough Dan liegt 5 Minuten von Roundwood entfernt. Da wir die Nacht zuvor in Blessington verbracht haben, sind wir über Glendalough gefahren und haben einen kurzen Halt an den Old Hero Mines nahe dem Wicklow Gap gemacht; in diesen wurden bis 1957 Blei, Zink und Silver abgebaut. Von dem Bergbaudörfchen sind heute nur noch die Überreste weniger Häuser übrig. Das Dorf lag am Glendasan River und die Landschaft ist einfach wunderschön.

Die gelben Büsche, die ihr auf den Fotos sehen könnt, sind Ginsterbüsche (Gorse). Zwischen Februar und Mai sehen die Büsche besonders beeindruckend aus und fügen der irischen Landschaft einen weiteren Farbtupfer hinzu.

Lough Dan

Es gibt zwei verschiedene Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ihr könnt entweder nur zum Lough Dan und wieder zurück laufen (4.3km) oder einen Rundweg laufen und Knocknacloghoge (auf dem unteren Bild zu sehen) besteigen. Wie viele Kilometer das genau sind konnte ich leider nicht herausfinden, der gesamte Weg soll allerdings 3 Stunden dauern. Knocknacloghoge hat eine Höhe von 534m und ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe wie man den Namen vernünftig ausspricht. Hier gibt es eine genaue Beschreibung des Weges.

Wir haben uns für die einfachere Wanderung entschieden. Der Weg startet am Pier Gate, welches auch der Eingang zur Luggala Lodge ist. Hunde sind nicht erlaubt, da der Weg über ein Privatgrundstück führt. Wir haben einen Parkplatz gegenüber des Tores gefunden. Sollte dort alles belegt sein, könnt ihr die Straße etwas weiter runterfahren, dort gibt es weitere Parkmöglichkeiten. Das große Tor ist normalerweise verschlossen, es gibt jedoch ein kleines Tor auf dessen rechten Seite, durch das ihr hindurchgehen könnt. Zu Beginn der Wanderung geht es über eine geteerte Straße bergab – und am Ende der Wanderung geht es über diese Straße auch wieder hinauf, ihr solltet also noch ein paar Kraftreserven übrig haben.

An einem kleinen weißen Häuschen geht es weiter nach links, immer der Straße folgend, durch ein weiteres Tor und über eine kleine Brücke. Der Weg liegt etwas außerhalb der üblichen Wanderwege in Wicklow und ist wirklich extrem ruhig. Man hört kaum etwas anderes als das Fließen des Wassers, das Zwitschern der Vögel und den Wind in den Bäumen. Was mich besonders begeistert hat war, dass es in der Umgebung extrem viele Rehe gibt.

Nach dem Überqueren der Brücke lässt man die geteerte Straße hinter sich. Ein weiteres Tor muss überquert werden und im Anschluss geht es vorbei an grünen Wiesen, Wald und mehr Rehen.


Gegen Ende der ersten Hälfte der Wanderung läuft man am Inchavore River entlang und kann dann am Lough Dan eine wohlverdiente Pause einlegen, bevor es entweder weiter auf den Knocknacloghoge oder wieder zurück zum Auto geht. Am Lough Dan steht ebenfalls ein verlassenes Häuschen und ich habe mich gefragt, wer einmal das Glück hatte an solch einem wunderbaren Ort zu leben.

Wir haben für die Wanderung etwas unter zwei Stunden gebraucht, haben uns aber auch sehr viel Zeit gelassen und viele Pausen eingelegt. Wie gesagt, werde ich in den nächsten Wochen versuchen, weitere Beiträge zum ‘Wandern in Irland’ online zu stellen und frage mich nun…

…wie es bei euch ausieht? Geht ihr gerne wandern?



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