감사합니다 ( Gamsahamnida) bedeutet Danke und an dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal bei Hanna für drei fantastische Tage in Seoul! Dazu mache ich eine kleine Verbeugung, denn das gehört sich so. Sollte euch das Wort mal nicht einfallen, reicht auch nur ein Lächeln und eine Verbeugung, so haben Mark und ich während unser Zeit in Seoul einige Restaurants und Läden verlassen.

Tag 3: Schneelandschaften, Gyeongbokgung Palast, Kriegsmuseum – unser letzter Tag in Seoul

An unserem letzten Tag wurden wir mit einer dicken Schicht Schnee auf Straßen und Häusern überrascht. Da Hanna arbeiten musste, machten Mark und ich uns zum ersten Mal alleine auf den Weg. Zu allererst gab es Frühstück in einer französisch angehauchten Bäckerei mit richtigem Brot und Crossaints. In Korea ist es schwer ein Frühstück, wie wir es gewohnt sind, zu finden. Die Koreaner essen unter anderem Reis, Suppe oder Kimchi zum Frühstück. Kimchi ist eine traditionelle koreanische Beilage, für die Gemüse, z.B Kohl, Gurken oder Lauch fermentiert und mit Ingwer und Knochblauch eingelegt wird. Nach dem Frühstück ging es mit der U-Bahn weiter und wir kamen ohne Probleme am Gyeongbokgung Palast an. Solltet ihr in Seoul mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wollen, dann könnt ihr euch eine Tmoney oder Cashbee Karte am Automaten holen. Diese kann aufgeladen werden und für Busse, U-Bahnen und größtenteils auch Taxen genutzt werden.


Gyeongbokgung Palast
Eintritt: 19-64 Jahre: 3,000 won (2.26€)
7-18 Jahre: 1,500 won (1.13€)
Geöffnet: 6 Tage die Woche, Dienstags geschlossen
Zeiten: 9-17 Uhr (18/18.30 im Sommer)
Webseite

Der Gyeongbokgung (‘strahlende Glückseligkeit) Palast ist der größte von 5 Palästen in Seoul und wurde während der Joseon-Dynastie erbaut. Der Palast wurde im Jahre 1395 fertiggestellt, diente lange Zeit als Hauptsitz des Königs und wurde dann im Jahre 1592 während des Imjin-Krieges zerstört. Der Palast wurde erst im Jahre 1868 wieder errichtet und unterging einige strukturelle Veränderungen während der japanischen Herrschaft von 1910-1945.  Erst im Jahre 1990 begann die Rekonstruierung seiner eigentlichen Form. Hierfür mussten einige Gebäude abgerissen werden, andere wurden originalgetreu nachgebaut.

Solltet ihr Lust auf eine Verkleidung haben, könnt ihr euch eine traditionelle, koreanische Tracht (das Hanbok) ausleihen und müsst dann keinen Eintritt bezahlen. Läden mit Trachten gibt es z.B in Insa-Dong, welches ganz in der Nähe des Palastes ist. Mark und ich haben uns für das Eintrittsgeld entschieden und ich habe mir zudem einen Audioguide dazu geholt. Trotz Schnee war es nicht so kalt wie am Vortag und der Palast wirkte in der weißen Landschaft noch imposanter. Mein Audioguide erzählte mir zu jedem Gebäude eine kleine Geschichte und wir ließen uns bei der Besichtigung viel Zeit.


Neben dem Palast haben wir zudem das National Folk Museum besucht, welches sich ebenfalls auf dem Gelände befindet. Der Einritt ist umsonst und es lohnt sich auf jeden Fall einen Abstecher zum Museum zu machen. Bei unserem Besuch gab es eine Ausstellung, die sich rund um den Winter drehte. Anlass waren die Olympischen Winterspiele, die dieses Jahr in Korea stattgefunden haben. Zudem gab es eine weitere Ausstellung, die sich um alle Jahreszeiten gedreht hat und die koreanische Kultur und ihre Traditionen zu jeder Jahreszeit erklärt hat. Ich war begeistert von beiden Ausstellungen, die mit so viel Lebe und Kreativität erstellt wurden sein mussten.


Nachdem wir alle Ecken des Palastes besichtigt haben liefen wir südlich die Sejong-daero in Richtung des Rathauses hinunter. In der Mitte dieser Straße befindet sich das Denkmal des Königs Sejong. Sejong war der vierte König der Joseon-Dynastie. Zusammen mit Gelehrten entwickelte er im Jahre 1443 das Hangeul Alphabet. Sein Bildnis kann man auf der 10.000 won Banknote finden.


Unser nächstes Ziel war das Rathaus, welches im Gegensatz zu vielen anderen Bauten in Seoul unglaublich unspektakulär ist. Wir hielten uns also nicht lange dort auf und nahmen die U-Bahn nach Namyeong. Von dort liefen wir zum National War Museum. Dieses war allerdings, wie die meisten kulturellen Städten in Seoul, an einem Montag geschlossen. Wir konnte lediglich den Außenbereich des Museums erkunden. Zu diesem gehört das Kriegsdenkmal, Listen der Gefallenen und eine Sammlung an Artilleriegeschützen, Kriegsschiffen, -flugzeugen und Panzern.

Da wir Hanna erst etwas später am Abend zum Essen trafen, wir jedoch etwas Hunger hatten, suchten wir uns eine kleine Bar, in der Chicken und Bier angeboten wurde. Aus dem geplanten kleinen Snack wurde allerdings ein richtiges Abendessen mit einem riesen Korb Chicken Wings, die Mark alleine essen musste und einem ebenso großen Korb mit Pommes. Aus diesem Grund entschieden wir uns im Anschluss zur Seoul Station, unserem Treffpunkt, zu laufen, entdeckten die im vorherigen Beitrag erwähnte Protesenstraße und erkundeten das relativ große und moderne Bahnhofsgebäude. Nachdem wir Hanna eingesammelt hatten brachte sie uns zu einem mexikanischen Restaurant, in dem Mark und ich leider nicht mehr allzu viel essen konnten. Den Rest des Abends verbrachten wir in Hannas Wohnung mit ihren Mitbewohnern und versuchten früh ins Bett zu kommen, da am nächsten Morgen um 5 Uhr der Wecker klingeln sollte.

Es war eine wirklich super Entscheidung einen Zwischenstop in Seoul einzulegen und ich werde unsere Zeit dort nicht so schnell vergessen. In meinem nächsten Beitrag werde ich euch über unsere Zeit in Perth erzählen. Die Reise dorthin, die aus einem 4-stündigen Flug, 10 Stunden Aufenthalt am Flughafen in Guangzhou, China und einem weiteren 8-stündigen Flug nach Perth bestand, erspare ich euch allerdings.

Wie immer werde ich auch weitere Highlights auf Instgramm hinzufügen.

 

 

Categories: AsienUnterwegs

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