안녕하세요 oder auch: Hallo aus Seoul! Die koreanische Sprache ist anscheinend recht einfach zu lernen, ich konnte mir leider nur drei Wörter merken. Ich werde unseren Aufenthalt und unsere Erlebnisse in Seoul auf drei Beiträge aufteilen, mit jedem Teil werdet ich euch eines meiner gelernten Wörter vorstellen.

Nach 11 Stunden Flug landeten wir am 16. Dezember in Seoul, waren in kürzester aus dem recht modernen Flughafen heraus und wurden von Hanna eingesammelt. In ihrem kleinen Kia ging es nach Seoul. Wir sind am Incheon Flughafen gelandet, dieser liegt etwas außerhalb der Stadt ist aber mit dem Auto oder der Bahn gut zu erreichen. In Seoul schlängelten wir uns durch den Verkehr, welcher einfach nur verrückt war – so viele Autos, so viele Fahrbahnen. Hanna hat es aber problemlos gemeistert und nach ca. einstündiger Fahrt sind wir bei ihr zu Hause, im Stadtteil Yongsandong, angekommen.

Bevor ich einen Haufen Fotos mit euch teilen werden und euch eine Idee gebe, was man in drei Tagen in Seoul so alles erleben kann, möchte ich ein paar Fakten, die ich vor unserem Urlaub nicht über Seoul wusste, mit euch teilen.

Wissenswertes über Seoul

  • Seoul hat 9.86 Millionen Einwohner und die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 605.2 km².
  • In Seoul wird koreanisch gesprochen…ja, das wusste ich. Was ich nicht wusste ist, dass das koreanische vom chinesischen Alphabet übernommen wurde und im 15. Jahrhundert vom König Sejong the Great (den werdet ihr später noch einmal sehen) entwickelt und vereinfacht wurde . Im Gegensatz zum chinesischen Alphabet,  welches aus tausenden von Zeichen besteht, gibt es im koreanischen Hangul Alphabet lediglich 24 Zeichen.
  • In Seoul kann es kalt werden und wir hatten Temperaturen von bis zu -10 Grad. Die koreanischen Winter sind sehr lang und kalt, die Sommer heiß und schwül mit Temperaturen von bis zu 30 Grad. Frühling und Herbst sind zwar angenehm, aber nur von kurzer Dauer.
  • Koreaner lieben Fleisch und Fisch und es ist beinahe unmöglich traditionelle, vegetarische Gerichte zu finden.

Ich könnte noch so viele Dinge aufzählen. Seoul war wirklich ein Erlebniss und es war fantastisch für drei Tage in die koreanische Kultur eintauschen zu können. Gleich am ersten Tag ging es los, Hanna brachte uns zu einem koreanischen Buffet, wir staunten nicht schlecht über die Größe der Stadt, genossen die Ausicht vom Namsan Mountain (243m), besichtigten traditionelle Häuser, lernten koreanisches BBQ kennen und sangen Karaoke.

Tag 1: koreanisches Essen, Seoul Tower, Namsangol Hanok Village, BBQ und Karaoke

Namsan Seoul Tower Höhe: 480m
Eintritt: 10,000 won
(ca. 8 €)
Öffungszeiten: Son-Mon 10-23 Uhr & Sam 10-24 Uhr
Seilbahn:
8,500 won (ca. 6,50€)
Mehr Infos: Webseite

Nach einem kurzen Nickerchen und einem ausgiebigem Lunch ging es auf den Namsan Mountain. Diesen kann man entweder hinauflaufen oder sich ein Ticket für die Seilbahn holen. Wir haben uns trotz Kälte und teilweise glatter Wege für die erste Option entschieden. Oben angekommen hat man eine fantastische Aussicht über Seoul, kann noch höher hinaus und auf den Fernsehturm gehen oder sich ein Schloss kaufen und es zu den Restlichen hinzufügen. Dies scheint ein sehr beliebtes Hobby bei koreanischen Päärchen zu sein. Neben etlichen mit Schlössern behängten Zäunen gibt es zudem sogenannte ‘Love Tunnels’ durch die man mit seiner besseren Hälfte laufen kann. Was genau in diesen Tunneln passiert weiß ich nicht, da wir einen großen Bogen um diese gemacht haben. Nachdem wir die Aussicht genossen haben und aus dem Staunen über die Größe dieser Stadt gar nicht mehr hinausgekommen sind, wärmten wir uns kurz im Inneren des Turms aus. Im unteren Teil gibt es auf mehreren Etagen Restaurants und Cafes. Im Anschluss machten wir uns an den Abstieg und konnten den Sonnenuntergang über Seoul bewundern, welcher durch den Smog noch einmal etwas beeindruckender wirkte.








 

Im Anschluss nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zur Namsangol Hanok Village. Taxifahren in Seoul is wirklich sehr billig und ich kann es neben der U-Bahn sehr empfehlen wenn man schnell von A nach B kommen will. Namsangol Hanok Village ist eine kleine Siedlung aus traditionellen koreanischen Häusern, welche heute als Museum genutzt wird. Der Eintritt ist frei. Die Häuser wurden denen aus der Joseon Dynastie (1392–1897) nachgebaut und geben einen guten Eindruck wie damals in Korea gelebt wurde, da es Häuser von allen sozialen Klassen zu sehen gibt. An dieser Stelle möchte ich euch darauf hinweisen, dass die meisten Museen und kulturellen Stätten Montags geschlossen haben. Das solltet ihr bei eurem Besuch mit einplanen und könnt so vermeiden, dass ihr vor geschlossenen Türens steht.  Was mich an dem kleinen Dorf besonders fasziniert hat war der starke Kontrast zwischen den traditionellen Häusern und den modernen Hochhäusern im Hintergrund. Leider sind meine Bilder etwas unscharf, da ich kein Stativ habe und freihändig fotografieren musste.


 

Da Mark und ich Angst vor dem Jetlag hatten ging es an diesem Tag nicht erst nach Hause sondern direkt von einem Ort zum anderen. Wahrscheinlich wären wir in einen Dornröschenschlaf gefallen hätten wir einen Mittagsschlaf eingelegt. Etwas Pause brauchten wir dann allerdings doch und  so steuerten wir als nächstes ein Restaurant mit traditionellem koreanischen BBQ an. In diesen sitzt man an einem kleinen Tisch, in welchem ein Grill eingelassen ist. Über dem Tisch gibt es einen Dunstabzug. Wie erwähnt lieben die Koreaner Fleisch und so hat man beim koreanischen BBQ die Wahl zwischen verschiedenen Fleischsorten. Diese werden auf einem kleinen Teller an den Tisch gebracht und man kann sich sein Essen eigenhändig grillen. Als Nebenspeisen gibt es Reis, Kimchi und anderes eingelegtes Gemüse. Man trinkt Wasser, Bier oder Soju, ein Schnaps, welcher zwischen 16,8% und 52% Alkohol hat. Wer mag kann Soju mit Bier mischen. In Korea nimmt man sich nicht sehr viel Zeit beim Essen und alles geht sehr schnell. Das Essen ist in nur wenigen Minuten am Tisch, es wird gegessen und weitergezogen. Wir haben uns allerdings etwas mehr Zeit genommen und das koreanische BBQ in vollen Zügen genossen.

Im Anschluss ging es in eine Bar wo wir Makegolli, einen weiteren koreanischen Schnaps, probiert haben. Mir war dieser allerdings viel zu süß. Dank unserem Tourguide Hanna mussten wir uns über unser Tagesprogramm keinen Kopf machen und landeten zum Abschluss eines langen, ereignisreichen Tages mit einigen ihrer Freunde in einer Karaoke Bar. Die Koreaner sind wirklich sehr talentierte Sänger und sind mit ganzem Herzen bei der Sache. Mark und ich haben uns ebenfalls vors Mikrofon getraut und es war, trotz anfänglicher Zurückhaltung und komplettem Kulturschocks, ein einmaliges Erlebnis.

Ich werde eine kleine Story auf Instagram zusammenstellen in der ihr noch weitere Impressionen unseres ersten Tages in Seoul sehen könnt. Ihr könnt mir unter: einmalausland_immerausland folgen.

 

 

 

 

Categories: AsienUnterwegs

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